Da bin ich nun zum zweiten Mal Heli geflogen und endlich habt ihr was davon....ich habe die Evakuierung eines Maedchens mit Unterernaehrung begleitet. Aber ich habe kein Glueck, es war zu spaet fuer sie...
Aber abgesehen davon geht es mir sehr gut in der Klinik, die Zeit vergeht wie im Flug und ich werde all die netten Menschen dort sehr vermissen. Aber eine echte Dusche oder ein Klo mit Wasserspuehlung haben schliesslich auch was fuer sich und so freue ich mich auch auf Lima und natuerlich sehr auf meinen Schatz!
Ja, es interessiert bestimmt, wie wie es in der Klinik so ist. Wie oben erwaehnt sind die Gegebenheiten sehr einfach, gewaschen und gebadet wird im Fluss, Trinkwasser ist ebenfalls aus dem Fluss. Das Essen ist greasslich, pures Dosenfutter, weil da fast nix waechst ausser Bananen und Yucca. Die Klinik ist ebenfalls nur mit dem Noetigsten ausgestattet, "selbsrverstaendliche" Diagnostika wie Roentgen oder Ultraschall gibt es nicht und im "Labor" koennen wir nur den dicken Tropfen fuer Malaria auswerten. Das macht die Arbeit zu einem Raetselraten aber fuer mich einfacher, da man die noetigen Dinge schnell lernt.
Die Arbeit mit den Urarinas ist nicht einfach, denn ihre Kultur ist sehr anders. So haben z.B. fast alle Maenner mehrere Frauen und dieselben wenig Rechte. Sowohl Frauen als auch Kinder werden geschlagen und Kinder oft vernachlaessigt. Das Bebe was mir wegen seiner Unterernaehrung verstorben ist fanden sie normal als fuer mich schon eine eindrucksvoller Marasmus vorlag. Die Untersuchungen sind schwierig, weil es viel Angst und Scham gibt. So ist es z.B. unvorstellbar, dass wir eine Geburts begleiten oder auch nur eine Schwangere vaginal untersuchen koennten.
Soweit so gut, muss noch viel im Internet erledigen....bis Lima!
Saturday, December 1, 2007
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