Sunday, January 27, 2008

Endlich Argentinien!

Nach einer sehr abenteuerlichen naechlichen Grenzueberquerung in Jeep und Bus haben wir es tatsaechlich nach Argentinien geschafft.
Erste Station war Humahuaca, ein kleines Doerfchen nahe der Grenze, wo wir zweit Tage nicht tun wollten ausser ein nettes Hotel und gutes Essen geniessen. Leider gab es weder noch und so sind wir nach einer Nach schon wieder abgreist, nach Salta. Da war es dann wieder erwarten sehr nett, u.a auch weil wir ab der zweiten Nacht in einem grandiosen Hostel waren. Viel gemacht ausser Shopping, Party und rumhaengen haben wir aber nicht. Aehnliches gilt fuer Cordoba, ausser dass ich da aus dem Fliegzeuch gefallen aeehh gesprungen bin. Das war toll, auch wenn es nach der Schrecksekunde, als die Tuer aufging und ich spontan beschloss, dass Ganze doch sein zu lassen, doch nicht so spektakulaer war. Toll war`s trotzdem ;)
Jeztz sind wir in Buenos Aires. Verdammt stylisch hier alles, aber trotzdem schoen. Das Essen& der Wein sind grossartig, es gibt Papier auf den Klos, die Hostels sind alle sehr stilvoll eingerichtet und sehr teuer.
Heute haben wir den Friedhof von La Recoleta besucht, wo die Reichen von BsAs liegen. Bombastisch!
Nebenbei: ich habe geschlossen, dass ich nicht noch ein Praktikum mache, sondern die Chance nutzte und Patagonien und Foz de Iguazu bereise, denn wer weiss wann ich wieder hier bin....

Tuesday, January 15, 2008

We survived....

....auf allen vieren durch enge Stollen kriechen und Schwefel einatmen
....humpin´n bumpin´ und neben dem Bus in den Abrund gucken von Potosi nach Uyuni
....in einem fahrenden Jeep sitzen wenn ein Rad abfaellt

Ihr wollt Details? Na gut....
Nach ein paar netten, ruhigen Tagen in Sucre haben wir uns nach Potosi aufgemacht. Da gibt es nicht viel ausser einem Museum, in dem wir uns dank eines kleinen Anfalls von Kultur-Beduerfnis gelangweilt haben und vielen Silbermienen, die man mit einer Touri-Tour besuchen kann. Selbiges taten wir. Holy Cow! Das war ein Erlebnis! Nicht nur dass Potosi hoher als 4000m ist und das mit dem atmen eh schon so eine Sache ist gab es in den Mienen manchmal noch weniger O2 und die Stollen waren teilweise verdammt eng. Der Schwefelgeruch und die kaputten Leitern haben es nicht besser gemacht. Aber das man Dynamit einfach so auf der Strasse kaufen (und den Arbietern als Geschenk mitbringen) kann ist schon abgefahren. Und nachdem man wohlbehalten wieder im Hostel ist kommt einem das ganze verdammt cool vor....

Naechste Station war Uyuni. Hier gibt es nichts ausser der Salzwueste. Die Stadt ist voll von Tour-Agencies die 3-Tages-Touren verkaufen. Also haben wir das gemacht. Drei Tage mit 8 Leuten im Jeep sitzten und ab und zu mal aussteigen und ein Foto machen. Leider haben wir nicht viel von der angeblich so beeindruckenden Natur mitbekommen, weil wir staendig Probleme mit dem Jeep hatten und sonst damit beschaeftigt waren, die Daumen zu druecken dmait wir nicht im naechsten Fluss steckenbleiben oder uns festzuhalten weil es so ueber Stock und Stein ging. Naja, also ich fand´s ein Abenteuer, aber laenger als 5 Minuten bei jeder Lagune oder besonderen Steinformation oder heissen Quelle waer schon toll gewesen. Und die Naechte waren verdammt kalt! Gestern ist uns dann einfach so ein Rad abgefallen. Sie haben drei Stunden gebraucht, um es mit Hilfe saemtlicher vorbeikommender anderer Jeep-Fahrer (es gibt seeehr viele Jeeps....) wieder dranzubasteln und wir sind tatsaechlich damit die 5 Std bis Uyuni gekommen.
Jedenfalls wollten wir dann ein wenig Kohle wieder, weil wir dann gestern nur die Haelfte gesehen haben und einiges anderes Scheisse war. Was fuer ein Kampf! Naja, eigentlich haette ich da nicht so drauf bestanden, aber nachdem sie mich beschimpft haben....Danach haben wir rausgefunden, dass das Zimmer mit Doppelbett, das wir extra vorher reserviert und bezahlt hatten besetzt war und wir mit einem anderen Zimmer vorliebnehmen mussten. Als Kroehnung haben wir dann nach fruehem Aufstehen und zwei Stunden im Regen fuer ein Zugticket anstehen erfahren das heute wegen Blockaden keine Zuege fahren! Also die Wahl zwischen einem Jeep mit 10-12 (!!!) Personen oder noch einen Tag verlieren und morgen mit dem Bus fahren. Wir werden wohl letzteres tun und hoffe, dass wir es noch ueber die Grenze nach Argentinien und ein bisschen weiter schaffen. Was fuer eine Scheisse!
Ab morgen kann es nur besser werden und dann moechte Frank vielleicht auch nicht mehr ausgeraubt werden um einen Dieb gruen und blau schlagen zu koennen....

Sunday, January 6, 2008

Wieder zweisam!

Ok, kleine Verarsche: zwei Eintraege am selben Tag zu verschiedenen Themen, aber ich hab mich halt nicht eher aufraffen koennen.
Jedenfalls bin ich seit dem 23.12. wieder mit meinem Schatz beisammen. Wir haben Weihnachten in Lima bei Freunden gefeiert. Graessliches Essen und einigermassen chaotisch, mit muedem Frank aber trozdem interessant.
In Lima-Zentrum haben sie und dann fast ausgeraubt, das hat mir mal wieder ein bisschen aif die Stimmung geschlagen. Irgendwie fin de ich das total schlimm. Naja, ist ja schlussendlich nichts passiert: er hat gezogen, wir haben gezogen und schlisslich hat er aufgegeben.
Danach sind wir nach Puno (Peruanisches Seite vom Titikaka-See) und haben ueber Silvester eine einigermassen touristische, aber trotzdem schoene Tour zu den Inseln gemacht und bei Einheimischen uebernachtet. Haette das lieber alleine geplant, aber der enge Zeitplan und die Unsicherheit , ob wir am 01.01. ein Boot zurueck finden haben uns dann doch zur Tour bewogen.
Dann von Puno aus nach Bolivien und an der Grenze das boese Erwachen: was ich in meiner Naivitaet, das alle automatisch 90 Tage Visum bekommen fuer eine Unterschrift gehalten habe war ein 60 und ich musste Strafe zahlen. Natuerlich in Dollars, die ich ertsmal zu einen beschissenen Kurs tauschen musste. Nachdem sie mir erstmal gesagt haben, dass ich ins naechste Dorf zurueckmuss um dort bei der Banco de la Nacion zu zahlen (haette bedeutet, dass der Bus ohne mich weiterfaehrt!) konnte ich dann doch direkt da zahlen. der Beamte wollte mich dann auch direkt abzocken, zum Glueck hatte er mir vorher gesagt, was ich ungefaehr zahlen muss. das ist doch eine grosse Scheisse: der Grenzbeamte kann bei der Einreise willkuerlich 1 bis 90 Tage vergeben, Frank hat z.B. 90. Das kann doch nut Touri-Abzocke zum Zweck haben.
Naja, wie auch immer, es ging nach Copacabana (bolivianische Seite des Sees) weiter, wo wir wegen Strassenblockaden auf dem Weg nach La Paz strandeten. Weil´s so schoen war sind wir direkt einen Tag laenger geblieben, Copa ist einfach ein nettes Staedtchen. Auf den Weg nach La paz sind wir dann trotzdem noc auf eine Blockade gestossen und kurzerhand mit dem Reisebus ab auf den Feldweg. das war schon ein bisschen abenteuerlich: ordentliche Loecher, kleine Fluesse und riesige Pfuetzen. Aber es hat geklappt und so konnten wir uns in La Paz auf eine graessliche Hotelsuche machen.
Heute wollten wir dann unsere 9 kg Geschenke (Wollsachen sind hier sehr schoen und unglaublich guenstig) abschicken. Geht natuerlich nicht am Sonntag, aber so auf reisen lebt man halt ohne Datum und Wochentag....Trotzdem selten daemlich, weil heute geht es nach Sucre weiter und jetzt muessen wir das Zeug rumschleppen....

Etwas verspaetet....

....wuensche ich allen einen guten Start ins neue Jahr! Hoffe, ihr seit alle gut gerutscht (in einigen Teilen Deutschlands ja wohl buchstaeblich)....

Tja, um das von der Klinik noch etwas zu vervollstaendigen: leider habe ich ich es nicht mehr auf eine Flussreise geschafft, weil ich wegen einigen doofen Sachen nach dem Tod des Bebes noch ewig in Iquitos war und dann der Fluss so niedrig war (schreibt man das so auf Deutsch? wahrscheinlich nicht...), dass wir fast nirgendwo mehr hingekommen sind. das war z.B. auch ganz spannend, so von der Natur abhaengig zu sein.
Ganz ab Schluss hatten wir dann noch einen spektakulaeren Fall: ein 11-jaehriger hat sich eine Fischfang-Harpune ins Bein gerammt, als er den Hafen runtergefallen ist (die Haefen werden inbei niedrigem Wassernstand sehr hoch und natuerlich ordentlich matschig). Wir haben ihn zusammen mit einem 6-jaehrigen Maedchen mit Oberschenkel-Bruch evakuiert und in Iquitos haben sie eine huebsche Story (die Kinder haben angeblich gekaempft und so kam es zu den Verlsetzngen) draus gebastelt und es kam sogar im TV: Fuer´s Projekt nur gut.
Apropos Iquitos: da konnte ich immer im OP hospitieren/assistieren und habe sogar genaeht *angeb* Jedenfalls war das sehr spannend und ich habe viel gesehen und gelernt. So gibt es z.B. besonders bei armen Leuten immer wieder heftigste Verbrennungen wegen undichter Gasleitungen o.ae. Einmal hatten wir eine 2-Jaehrige mit grad II und III in Gesicht, Brust. Armen und Beinen. Als wir sie fuer die Narkose vorbereitet haben hat sie natuerlich geweint und nach ihrer Mama geschrien. Da musste ich fast mitweinen.
Waren aslo teilweise heftige Faelle und das Gesundheitssystem ist fast nicht vorhanden. Es gibt zwar eine Versicherung, die eigentlich alles uebernehmen sollte, aber Realitaet gibt es meistes nur die Haelfte der verschriebenen Medikamente und Materialien und deren Apotheke. Den rest muessen die Angehoerigen kaufen. Und es wird auch nur das in der Op verwendet, was der Patient mitbringt, vom Narkosemittel bis zur Kompresse. Nur im Notfall zahlen die Aerzte was aus eigener Tasche oder es gibt eine kleine Reserve von Sachen, die in anderen OPs nicht verwendet wurden und nicht zurueckgegeben wurden. Geraete wie z.B. zum herstellen von Spalthaut zur Eigentransplatation bei verbrennugen gibt es hoechstens mal aus einer Spende. Ueberhaupt ist eigentlich alles veraltet, incl. vieler Operationsmethoden. So ist z.B. fast ein Patient an einer Gallenblasenentfernung gestorben. In Iquitos ist das eine grosse Bauch-OP und in Deutschland ein Routineeingriff mit drei kleinen Schnitten....